Demo für den Arbeitsplatz im Casino Bad Oeynhausen

Mitarbeiter kämpfen um ihre Arbeitsplätze in Bad Oeynhausen. Die NRW-Landesregierung beschloss im Mai vergangenen Jahres, die West-Spiel-Gruppe des Landes, die Betreiber der vier Spielbanken in Nordrheinwestfalen ist, zu veräußern. Hinzu folgte sogar ein neuer Gesetzentwurf zur spezifischen Privatisierung der Spielbanken. > mehr erfahren

Dies betraf die Spielbank in Aachen, Hohensyburg, Duisburg und Bad Oeynhausen. So weit, so gut. Doch was Gewerkschaft wie auch Betriebsräte und sogar auch Kommunalpolitiker dabei böse aufstößt und zum Zweifeln bringt, ist die Tatsache, dass es letztlich keine Garantie dafür gäbe,dass die Standorte gesichert seien. So marschierten dann postwendend 30 Mitarbeiter des Spielcasinos in Bad Oeynhausen zur Ratssitzung und demonstrierten für den Erhalt von rund 100 Arbeitsplätzen allein in der Spielbank Bad Oeynhausen.



Arbeitgeber und Anziehungsmagnet



Die Spielbank selbst, so legte der Rat der SPD, allen voran des SPD-Fraktionsvorsitzenden Olaf Winkelmann, sei an absoluter Besuchermagnet und Alleinstellungsmerkmal für diese Kurstadt. Hinzu fügte der Rat, dass sie al Standortfaktor auch eine wesentliche Rolle für die Sicherung von etlichen Arbeitsplätzen sei. Die SPD signalisierte klar und verschärft, dass sie nicht mit der Veräußerung und Privatisierung der Spielbanken einverstanden sei. Sollte es allerdings zu einem Verkauf kommen, sei die Standortgarantie oberstes Gebot. Und sollte dementsprechend bei allen Entscheidungen berücksichtigt werden.



Alles im grünen Bereich?



Fragen und Skepsis tun sich derzeit auf, wenn nach wiederholter Anfragen über einen Vertreter der Landesregierung im Bad Oeynhausener Rat, der schließlich Rede und Antwort zum brisanten Thema stehen solle und nichts geschieht. Wenn seitens der Regierung dies aber weiterhin abgelehnt wird, könnte dies durchaus auch einen sehr schlechten Beigeschmack bekommen und ein mögliches ein Zeichen schlechter Argumentationsmöglichkeiten zwecks fundierter und sachlicher und vor allem auch nachvollziehbarer Begründungen sein. Dies wird zumindest angenommen. Nun ist die Landesregierung in Zugzwang und muss Wohl oder Übel in den sauren Apfel beißen und Tacheles reden. Denn das Argument, dass die Spielbanken nicht mehr rentabel seien, sei schon längst hinfällig. Der Rat tat und beauftragte einstimmig somit den zuständigen Bürgermeister, sich nun schriftlich an die Landesregierung mit einigen Fragen zu wenden, die von großer Wichtigkeit im Entscheidungsprozess Für und Wider Veräußerung und Privatisierung der Spielbanken sind.



Zum Einen die Frage, an welcher Stelle im Referentenentwurf zum jeweiligen Gesetzestext sei konkret die Standortgarantie und in welcher Form schlussendlich festgeschrieben? Des Weiteren die Frage folgend, wenn die Standortgarantie nun nicht im Text enthalten sei, ob die Landesregierung der Meinung sei, dies im weiteren Verfahren nachbessern zu wollen? Auch erneut die Aufforderung an die Landesregierung, dem Rat nun faktisch mitteilen zu können, aus welchen Gründen exakt die Spielbanken privatisiert werden sollen. Zu Guter Letzt wird zudem signalisiert, dass auch die anderen drei Spielbanken, die betroffen sind, mit ins Boot genommen werden sollen. Wenn keine guten und nachvollziehbaren Argumente auf dem Tisch liegen seitens der Landesregierung, wird es wohl noch einiges Hin und Her geben bezüglich Privatisierung der Spielbanken und Sicherung der betroffenen Arbeitsplätze und Arbeitnehmer.


Dieser Artikel wurde am Samstag den 21.12.2019 00:17 erstellt und ist relavant zu Spielbank Bad Oeynhausen, Arbeitsplätze, Casinos.